Margarete May
Rechtsanwältin

 
 
  Foto kein Beiwerk
"Abdruck eines Fotos im Katalog eines Möbelhauses kein unwesentliches Beiwerk"

Das Urteil des Oberlandesgerichts München betrifft einen Konflikt zwischen einem bildenden Künster und einem Fotografen bzw. dessen Auftraggeber.

Für den Katalog eines Möbelhauses wurde eine Wohnlandschaft fotografiert. An die Wand des Zimmers wurde ein Gemälde gehängt, um die Wirkung der Wohnlandschaft zu steigern und eine ästhetische Gestaltung zu ermöglichen.

Der Maler wollte für die Verwertung seines Werkes in dem Katalog Honorar und bekam vor dem OLG München in zweiter Instanz recht. Die Richter wollten der Argumentation des Möbelhauses nicht folgen, es handele sich bei dem Gemälde nur um unwesentliches Beiwerk neben den Möbeln. Vielmehr sei das Gemälde bestimmend für die Wirkung des Fotos und harmoniere von Stil, Farbe und Design mit den angebotenen Gegenständen, es sei deshalb nicht nur unwesentliches Beiwerk.
Rechtsanwältin Margarete May
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